Die Basken und die Schelme

Unsern nächsten Stopp machten wir in Orio, einem kleinen Ort an Spaniens Atlantikküste. Die baskische Sprache und vor allem auch Schreibweise ist uns in San Sebástian schon aufgefallen. Euskara wird hier in der Region, am Golf von Biskaya, gesprochen und auch die Straßenschilder sind sowohl auf Baskisch und auf Spanisch. Baskisch, oder eben Euskara, ist eine ganz eigene Sprache und mit keiner heute in Europa gängigen Sprache verwandt.

Hier ein Beispielsatz (im Sinne: Einer für Alle; Alle für Einen): Oinak zerbitzatzen du eskur, eta sekuak oina. Der Fuß (onia) bedient die Hand (eskua) und die Hand den Fuß.

Also ich denke, es ist klar das diese Sprache eben auffällt und interessant klingt. Mir fiel dabei etwas auf… Ich weiß nicht ob sich einige, die hier mitlesen, mit DSA (Das Schwarze Auge / einem Pen & Paper Rollenspiel) auskennen?! Jedenfalls gibt es dort die Gattung der Schelme und einige der schelmeneigenen Zauber klingen ganz ähnlich der baskischen Sprache. So könnte ein „Zagibu Ubigaz“ sowohl aus dem baskischen als auch aus dem schelmischen stammen… (Ist in diesem Fall ein Schelmenzauber 😉). Diese Ähnlichkeiten zwischen den Sprachen fielen mir als Rollenspielfan sofort auf und ich fand mich also zeitweise darin wieder, Inschriften auf Tafeln oder Türen zu lesen, und ich musste schmunzeln bei dem Gedanken, was das wohl wieder für ein schelmischer Zauber sein mag.

Aber auch für Realisten gibt es hier an der Atlantikküste eine Menge zu entdecken und zu erwandern. Wir nahmen uns zuerst das naheliegende kleine Dörfchen vor, dessen Altstadtkern erhaben über den Dächern der restlichen Stadt rund um eine Alte Kirche erbaut wurde. Es geht ganz schön Steil nach oben und durch kleine Gassen und Winkel immer eng an der Kirche entlang. Von hier aus bekommt man ein paar schöne Ausblicke den Berg hinab auf den Fluss und die darunterliegen Häuser.

Zur anderen Seite kann man durch die raue Küstenlandschaft laufen. Erst wieder steil den Anstieg hinauf, dann immer wieder auf und ab durch blühenden Ginster und knorzige Moose und Gehölz. Immer wieder frische grüne Wiesen an den Hängen und steil aufragende Gesteinswände zur Einen, und der brausende Atlantik, der weiter unter an die Küste schlägt, zur anderen Seite. Die Natur hier ist sehr urtypisch und lädt zum Erkunden ein. Man sollte also durchaus mal in den kleinen Dörfern an der Atlantikküste halt machen. Uns hat die Pause hier jedenfalls sehr gut getan.

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